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Das ist unsere TOP-Programmbeschwerde
Diese Beschwerde kannst du anpassen und dann in deinem Namen abschicken.
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04.07.2026 | 19:50 Uhr
T V
Kindersendung
logo!
KiKa
Demokratiefeindlichkeit
Diskriminierung
Diskriminierung Behinderter
Einseitigkeit
Fake Interview
Falschmeldung
Hetze
Jugendgefährdung
Kriegstreiberei
Panikmache
persönliche Diffamierung
Propaganda
Rassismus
Schleichwerbung
selektive Berichterstattung
Sexismus
unsittliche Inhalte
Unwahrheit
Verharmlosung von Gräueltaten
Verletzung Persönlichkeitsrechte
Verschwendung
Wahlbeeinflussung
Werbemissbrauch
Zensur
Begründung und weitere Details:
Programmbeschwerde zur logo!-Kindernachrichtensendung (Ausstrahlungen Dezember 2025, April 2026 und 04.07.2026) Hiermit reiche ich Programmbeschwerde gegen die Berichterstattung der logo!-Kindernachrichten über die AfD ein, insbesondere gegen die Sendung vom 04.07.2026 sowie die bereits zuvor ausgestrahlten Beiträge im Dezember 2025 und April 2026, in denen nach meiner Wahrnehmung nahezu identische Einordnungen wiederholt wurden. Ich halte diese Berichterstattung für problematisch, weil sie aus meiner Sicht dem öffentlich-rechtlichen Auftrag zu ausgewogener, sachlicher und differenzierter Information – insbesondere gegenüber Kindern – nicht gerecht wird. Kinder sind unsere Zukunft. Sie verfügen bereits früh über die Fähigkeit, Informationen aufzunehmen, Fragen zu stellen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Gerade deshalb sollten öffentlich-rechtliche Kindernachrichten ihnen Fakten möglichst vollständig, ausgewogen und nachvollziehbar vermitteln. Ich frage mich, warum ihnen diese eigene Urteilsbildung durch wiederkehrende, aus meiner Sicht einseitige politische Einordnungen erschwert wird. Vertrauen Sie nicht darauf, dass Kinder sich bei einer sachlichen Berichterstattung selbst ein Bild machen können? In den Beiträgen wird Kindern unter anderem vermittelt, dass Teile der AfD rechtsextreme Ansichten vertreten und erläutert, was unter Rechtsextremismus zu verstehen ist. Es wird mit Empathie gegenüber ausländischen Mitmenschen Anschließend wird die Sorge dargestellt, AfD-Politiker könnten immer mehr Macht erhalten. Diese Einordnung wird mehrfach wiederholt und vermittelt nach meinem Eindruck ein überwiegend negatives Gesamtbild der Partei. Zwar wird erwähnt, dass nicht alle AfD-Wähler rechtsextrem seien und viele aus Protest wählen. Dennoch bleibt diese Aussage im Verhältnis zur übrigen Darstellung sehr kurz und wirkt eher wie eine formale Einschränkung. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass die Partei im Wesentlichen mit Rechtsextremismus verbunden wird. Besonders kritisch sehe ich folgende Aussage der Sendung: „Rechtsextreme sind auch gegen Menschen, die aus anderen Ländern nach Deutschland gekommen sind, weil sie fliehen mussten oder weil sie hier arbeiten wollen. Rechtsextreme sind der Meinung, die sollen weg hier aus Deutschland.“ Im unmittelbaren Kontext der Berichterstattung über die AfD entsteht für Kinder der Eindruck, diese Positionen seien der AfD insgesamt oder ihrem Programm zuzurechnen. Dies halte ich für eine unzulässige pauschalisierende Darstellung. Nach meiner Auffassung werden der Partei damit Positionen zugeschrieben, die weder ihrem Parteiprogramm entsprechen noch in dieser Allgemeinheit von ihr vertreten werden. Die Verantwortlichen der Sendung sollten sich darüber hinaus fragen, ob sie dem journalistischen Anspruch der politischen Distanz ausreichend gerecht werden. Das berühmte Zitat dazu von Hanns-Joachim Friedrichs: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er Distanz zum Gegenstand seiner Betrachtung hält; dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er immer dabei ist, aber nie dazugehört“. Dieses Zitat prägt bis heute das Berufsethos vieler Journalisten. Friedrichs forderte damit keine Gefühllosigkeit, sondern professionelle Distanz, um unabhängig und sachlich berichten zu können – besonders in Krisen. Er plädierte dafür, nicht als Aktivist aufzutreten, sondern als unvoreingenommener Beobachter, um sich den kritischen Blick zu bewahren. Darüber hinaus wird durch die Formulierung in der logo Sendung gezielt die Empathie von Kindern angesprochen. Die Beispiele von Menschen, die vor Krieg fliehen mussten oder in Deutschland arbeiten wollen, sind emotional stark besetzt und können die politische Einordnung beeinflussen. Gerade in einer Nachrichtensendung für Kinder sollte jedoch zwischen der Erklärung des Begriffs „Rechtsextremismus“ und der Darstellung der Positionen einer konkreten Partei besonders sorgfältig und eindeutig unterschieden werden, damit keine Vermischung entsteht. Diese Trennung gelingt aus meiner Sicht nicht. Weiterhin sehr kritisch sehe ich, dass nahezu dieselbe Einordnung über mehrere Monate hinweg wiederholt ausgestrahlt wurde. Ich habe nur drei davon gefunden, vielleicht waren es aber auch mehr. Kinder befinden sich in einer Phase der Meinungsbildung. Wiederholte identische Botschaften können deshalb eine besonders starke Wirkung entfalten. Ich halte es für fragwürdig, wenn eine politische Einordnung in dieser Form mehrfach wiederholt wird, ohne unterschiedliche Sichtweisen angemessen darzustellen. Hinzu kommt meine Kritik an der Berichterstattung über den AfD-Parteitag in Erfurt am 04.07.2026. Nach meinem Eindruck entstand durch die Reportage der Eindruck eines weitgehend friedlichen Demonstrationsgeschehens. Es wurde berichtet, die Polizei sei zufrieden gewesen und die Demonstrationen seien friedlich geblieben. Dagegen wurde nicht erwähnt, dass es im Zusammenhang mit den Protesten auch gewalttätige Übergriffe gegeben hatte, unter anderem auf Journalisten mehrerer Presseteams und Polizeibeamte. Sollten diese Ereignisse zum Zeitpunkt der Ausstrahlung bereits bekannt gewesen sein, stellt sich für mich die Frage, warum sie in einer Nachrichtensendung vollständig unerwähnt blieben. Gerade Kindern sollte vermittelt werden, dass politische Gewalt – unabhängig davon, von wem sie ausgeht – abzulehnen ist. Wenn über befürchtete linksextreme Gewalt berichtet wird, tatsächlich stattfindende Gewalt jedoch keine Erwähnung findet, entsteht aus meiner Sicht ein unausgewogenes Bild. Es erschleicht sich der Eindruck, dass diese Tatsache bewusst verschwiegen wurde. Da die berichteten Übergriffe bereits am Mittag stattgefunden haben sollen und die logo!-Sendung erst um 19:50 Uhr ausgestrahlt wurde, halte ich eine Berücksichtigung dieser Ereignisse grundsätzlich für möglich und journalistisch geboten. Ich erwarte von einer öffentlich-rechtlichen Kindersendung keine politische Neutralität im Sinne eines Verzichts auf Einordnung. Ich erwarte jedoch eine faire, vollständige und ausgewogene Berichterstattung, die Kindern ermöglicht, sich ein eigenes Bild zu machen, anstatt ihnen durch wiederholte einseitige Darstellungen eine bestimmte politische Bewertung nahezulegen. Ich bitte Sie daher, die genannten Sendungen unter dem Gesichtspunkt des Programmauftrags, der journalistischen Sorgfaltspflicht sowie der besonderen Verantwortung gegenüber einem jungen Publikum zu überprüfen und mir Ihre Bewertung schriftlich mitzuteilen.
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